Auszug
Aus dem Buch
"Menschen-Gesichter der Regionen"  vom Verlag für Wirtschaftsinformation und Marktforschung U.G. (haftungsbeschränkt) Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von der geschäftsführenden Gesellschafterin Carmen Wernickee
Helga Plötner, "Die Malerin"
 
Sieht man ihre Porträts, bleibt einem nur eines - Verblüffung. In der Symbiose aus Faszination, Bewunderung, auch ein wenig Neid ob ihres Talents, möchte der geneigte Betrachter sofort mit der porträtierten Persönlichkeit kommunizieren. Doch diese antwortet nicht. Es ist und bleibt ein Bild und ein künstlerischer Geniestreich. Die Malerin beobachtet scharf, nichts bleibt verborgen, kein Fältchen, kein Kümmernis und kein Lächeln. Bei Aufträgen berücksichtigt sie sensibel die Wünsche der Auftraggeber.

In ihrer Vielseitigkeit malt sie mit viel Liebe und Seele Menschen, Tiere, Blumen, Häuser, Gärten, ...
ihre bevorzugten Techniken sind Zeichnungen mit Bleistift, Rötelkreide, Kohle und Pastell. Bei Gemälden bevorzugt sie die Technik alter Meister. Das Porträt von Pabst Benedikt XVI. wurde ihr förmlich aus den Händen gerissen, so begehrt war es.

Geboren wurde Helga Plötner am 25.01.1945 in Gräfenhainichen. Schon als Kind kränkelnd, gestattete ihre Mutter ein Studium der Malerei nicht. Sie wollte ihre Tochter beschützen und keinen Strapazen aussetzen.
Im Laufe ihrer Entwicklung machte sie Abschlüsse als Zahnarzthelferin und Wirtschaftskauffmann, arbeitete in adäquaten Bereichen - und malte. In Kindertagen war kein Zeitungsrand vor ihr sicher, er wurde gestaltet. Im Jugendalter wurden erste Bilder öffentlich ausgestellt und mit 18 Jahren besuchte sie einen Malzirkel.
Der Dipl.-Grafiker Walek Neumann, ihr eigener Zirkelleiter, erkannte ihr enormes Talent und empfahl ein Gespräch mit Prof. Lea Grundig in Dresden. Frau Prof. Grundig sichtete Helga PlötnersPräsentationsmappe mit der ergreifenden Quintessenz: " Mädchen, Du musst diesen Weg gehen!"

Und dies tat sie. 1978 absolvierte Helga Plötner die Spezialschule für Leiter im künstlerischen, volksschaffen  Malerei und Grafik und leitete zahllose Zirkel für alle Altersklassen. 1988 nutzte sie ein Abendstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

Schon 1980 machte sie sich mit eigenem Atelier selbständig. Aufträge schwirrten über Empfehlung ins Haus.
Die Leute standen Modell oder wurden von Fotos porträtiert. Schnell avancierte ihr Atelier zum Zentrum regen Kulturlebens und machte sie weit über Ländergrenzen hinaus als "Die Malerin" bekannt.

Spezialisiert auf Porträts, erhielt sie nach der Wende den Auftrag für ein Genscher-Bildnis in Pastell, welches ihm von den Liberalen zur Konferenz in Dresden überreicht wurde. Die Presse berichtete davon. Eine der  bedeutend-sten Bildreihen, erschaffen im Auftrag der Gemeinde Ketsch/Rhein, galt zurückgehend bis ins Jahr 1890 allen Bürgermeistern, welche nunmehr das Rasthaus zieren. Zuvor wurden die Bürgermeister von Gräfenhainichen ab 1914 für die Stadt in beeindruckenden Zeichnungen verewigt.

Ihr Haus mit Laden als Atelier, in Rathausnähe, erwarb Helga Plötner 1986. Zeitweise als Freizeitpädagogin und langjährig als Dozentin der Kreisvolkshochschule tätig, entspringt ihren Händen auch weiterhin Wunderbares.

Zahllose hoch gewürdigte Ausstellungen, insbesondere ihre Expositionen auf den Esperanto-Weltkongressen in Warschau und in Berlin, sind furios und auch künftig wird die Künstlerin ihre Bewunderer mit verblüffenden Bildern verzaubern.

Helga Plötner ist Mutter, Großmutter, Esperantistin und mit dem Diplom-Mathematiker und Kunstliebhaber Manfred Reyher verheiratet.